


Die Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung fordert: EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen in der EU beenden!
Wir wollten es kaum glauben und sind erschrocken, was öffentlich nahezu unbemerkt geschieht:
Um den Rechtsfrieden in der EU und ihren Mitgliedsstaaten wieder herzustellen verlangen wir von der EU-Administration und von Bundesregierung:
Dieses Begehren haben wir soeben in der Bundesregierung an den Bundeskanzler, den Außen- und den Justizminister sowie in der EU an die Kommissionsvorsitzende und die Vorsitzende des Ministerrats der Außenminister gerichtet.
Die gegenwärtige Praxis der Personensanktionen soll unsere Sicherheit schützen. Doch sie ist ein Schritt in die falsche Richtung: Sie demontiert, was sie zu schützen vorgibt: Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Es gibt keine partielle Rechtsstaatlichkeit. Entweder es gibt sie oder es gibt sie nicht. Verstöße können passieren, sie müssen beseitigt werden.
Ausdrücklich: Wir machen uns nicht die Meinungen der Betroffenen zu eigen. Aber wir treten für ihre Rechte ein, denn ihre Rechte sind auch unsere, es sind die Rechte aller Menschen in der EU. Und: Wir sprechen hier nicht über Auslands-Sanktionen.
Uns selber werfen wir vor, lange gebraucht zu haben, um wahrzunehmen, zu beurteilen und nun erst zu handeln.
Wir gehen verspätet in die Öffentlichkeit. Aber nicht zu spät. Wehret den Anfängen!
Im Sinne unserer Namensgeber, Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller, stehen wir ein und streiten für den Menschen. In diesem Fall für Menschen in der EU, die aufgrund ihrer missliebigen Meinung sanktioniert werden. Die EU macht sie mit Mitteln jenseits der Rechtsstaatlichkeit mundtot und grenzt sie sozial aus. Sie schüchtert zudem andere, insbesondere Medienschaffende, ein. Damit beschädigt sie die Meinungs- und die Pressefreiheit.
Wir rufen alle auf, denen Rechtsstaat, Meinungsfreiheit und Demokratie am Herzen liegen, unser Anliegen zu unterstützen.
Eine Möglichkeit dazu ist eine bereits bestehende Protest-Resolution, der man sich anschließen kann: https://free-dogru.com. Zu den 205 Erstunterzeichnenden gehören Wolfgang Däubler, Peter Brandt, Daniela Dahn, Moshe Zuckermann, Sevim Dagdelen, Gregor Gysi, Günter Verheugen.

Wiesbaden, den 18.08.2026
Erklärung des Vorstands
gez. Dr. Uwe-Karsten Plisch, Vorsitzender

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